Kleinste Mengen Botulinum werden dort in die mimischen Muskeln injiziert, wo durch Anspannung Falten entstehen. Nach wenigen Tagen kommt es zur Entspannung des Muskels und die Falte bildet sich zurück. Das Gesicht bekommt einen offenen, freundlichen und entspannten Ausdruck. Der Effekt hält etwa 4–5 Monate. In dieser Zeit hat Botox auch einen vorbeugenden Effekt, da die Falte nicht erneut aktiviert wird.
Neue wissenschaftliche Studien belegen eine gute Wirksamkeit bei der Behandlung von Migräne sowie bei Depressionen. Eine Behandlung der Zornesfalte mit Botulinum wirkte mehreren wissenschaftlichen Studien zufolge sogar antidepressiv wie ein Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Antidepressivum).
In der modernen ästhetischen Medizin hat Botulinum einen neuen Stellenwert. Grundsätzlich arbeiten wir eher mit Hyaluronsäure-Skinboostern und -Fillern und setzen dann kleine Akzente mit Botulinum (z. B. bei herabgezogenen Mundwinkeln, stark ausgeprägter Zornesfalte, Muskelsträngen am Hals, Erdbeerkinn).
Ein Beispiel: Werden quer verlaufende Stirnfalten (sogenannte Sorgenfalten) ausschließlich mit Botulinum geglättet, kommt es zu einer mimischen Starre und die Augenbrauen sacken herab. Das ist heutzutage unerwünscht und peinlich. Wir behandeln hier mit Hyaluronsäure-Skinboostern und geben gegebenenfalls eine minimale Dosis Botulinum hinzu. Fazit: eine frische, glatte Stirn bei erhaltener Mimik und schönen, geöffneten Augen!